Urban Development


Wie soll unsere Stadt aussehen? Wie wollen wir leben? Um diese Fragen mit Bewohner*innen von Städten zu erläutern und Einfluss auf deren Wohn- und Lebensumfeld nehmen zu können, arbeiten wir für Stadtentwicklungskonzepte auf Augenhöhe mit Bürger*innen zusammen. Von der Konzeption bis zur Umsetzung arbeiten wir interdisziplinär und kooperieren mit Expert*innen von außerhalb, um fundierte und nachhaltige Ergebnisse zu gewährleisten. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Umdeutung und Umgestaltung vorhandener Räume, wodurch wir immer wieder auch auf gesellschaftliche Schieflagen aufmerksam machen können und wollen. Jeder Stadtteil, jeder Wohnort, jeder Straßenzug ist anders. Wir passen unsere Arbeit, Schwerpunkte, Ziele und Methoden jeweils den Orten und Menschen an, mit denen wir arbeiten und legen großen Wert darauf, Bewohner*innen und Nutzer*innen städtischer Räume von Anfang an in die Prozesse zu integrieren.

ha:neo

Im Rahmen eines Arbeitsstipendiums der Kunststiftung Sachsen-Anhalt erstellt die Freiraumgalerie mit ha:neo ein Konzept für Kunst im öffentlichen Raum in Halle-Neustadt. Ab 2020 entstehen hier monumentale Wandbilder, die Identifikation mit HaNeu, seiner Kunst und Stadtgesellschaft stiften. Im Gegensatz zu festivalisierter und beliebiger Wandmalerei setzt ha:neo auf relevante Kunstwerke, einen intensiven Einbezug der Künstler*innen und kreative Beteiligungsformate.

Zukunftsstadt

Im Rahmen von halle.neu.stadt.2050, der halleschen Teilnahme am Stadtentwicklungswettbewerb Zukunftsstadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, ist das Teilprojekt ha:neo ein Beispiel dafür, wie die Freiraumgalerie in komplexen Akteursnetzwerken arbeitet. Im Stadtteil Halle-Neustadt, einem der bedeutendsten Plattenbauviertel der DDR, organisieren und erproben wir Wandbilder und Workshops mit Bewohner*innen und Akteur*innen vor Ort – 2016 im Rahmen einer Pilotphase und 2017 in einem umfangreichen Programm.

Projektbericht 2017
Video 2017
Video 2016

Halle Freiimfelde

Das ehemals leerste Stadtviertel Deutschlands entwickelt sich zum bunten und selbstbestimmten Quartier. Die Impulse dafür liefern Urban Art Festivals, Kultur- und Bildungsangebote, Netzwerkarbeit und die Etablierung von Ateliers und Werkstätten. Freiimfelde ist auf dem Weg, seine eigene Geschichte zu schreiben.

Freiraumgalerie Evaluation 2012-2014

Quartierskonzept Freiimfelde

In Freiimfelde hat die Stadt Halle (Saale) ein Pilotprojekt gewagt und uns mit der Erstellung eines bürgerschaftlichen Quartierskonzepts beauftragt. Damit erkennt sie an, dass das lange vernachlässigte Viertel eine Perspektive braucht und wertschätzt gleichzeitig das Engagement vor Ort. Wir moderieren den Prozess, während Bürger*innen Verantwortung für ihren Stadtteil übernehmen, indem sie Inhalte, Ziele und Maßnahmen selbst und in Zusammenarbeit mit Expert*innen erarbeiten. Das ist partizipative Stadtentwicklung von der ersten Ideenfindung bis zum fertigen Quartierskonzept!

Quartierskonzept Kurzversion
Quartierskonzept

Die Brache

Leerstand, bürgerschaftliches Engagement, Immobilienspekulation und noch mehr Engagement nach jahrelanger Stadtteilarbeit können wir in Kooperation mit der Bevölkerung Freiimfeldes, der Stadt Halle (Saale) und der Montag Stiftung Urbane Räume die wichtigste Fläche im Quartier sichern. Eine 6000m2 große Brache wird zum kreativen und offenen Bürger*innenpark.

Projektdoku 2013-2016
Urbane Nachbarschaft Freiimfelde

BBSR Green Urban Labs (Forschungsprojekt)

Mit der Stadt Halle (Saale) haben wir uns erfolgreich auf das Forschungsprogramm „Green Urban Labs“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beworben. Schon in der Antragsphase fungierten wir als Vermittler*innen zwischen Verwaltung und Bevölkerung. Seit 2016 begleiten wir die Umsetzung, realisieren Projektbausteine und moderieren die durch die Anwohner*innen umgesetzten Vorhaben. Kernstück des Antrags ist ein Konzept von vier verschiedenen innerstädtischen Naturräumen, gedacht in engem räumlichen Kontext: von intensiv genutzten Naherholungsflächen bis zu urbaner Wildnis.

Auszug BBSR Antrag

Silberhöhe

In Zusammenarbeit mit dem Künstler BOND TruLuv und der Bauverein Halle & Leuna eG gestalten wir im Sommer 2018 unsere erste Fassade im hallischen Stadtteil Silberhöhe. Neben einem modernen Wandbild entsteht auch eine Karte des oft problembehafteten Viertels, für die wir Anwohner*innen nach besonders schönen und auszeichnungswürdigen Orten in der Silberhöhe befragt haben.

Karte "Silber für die Silberhöhe"
Video Wandbild